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Technische Informationen für optmiale Druckvorlagen
Am Beispiel einer Anzeige erfahren Sie hier Wissenswertes zur Erstellung von Druckvorlagen.

Vor Erstellung von Anzeigen sollte mit der Anzeigenabteilung das genaue Format (die Größe der Anzeige, Farbigkeit usw.) abgesprochen werden. Dadurch behält der Kunde die Kontrolle in der Gestaltung und kann später nicht durch eine u. U. notwendige Umgestaltung (wegen Größenänderung) der Anzeige überrascht werden.

Ebenso wichtig ist auch die Wahl der Anwendung, die zum Erstellen der Anzeige benutzt werden soll. Office-Anwendungen eignen sich nur bedingt, da sie im Regelfall nicht die für die Druckvorstufe relevanten Eigenschaften Ihrer Dokumente wahren können. Am besten geeignet sind DTP-Anwendungen wie InDesign, Illustrator, Freehand, Pagemaker, QuarkXPress, mit Einschränkungen auch CorelDraw.

Die Anzeige sollte gleich in ihrer endgültigen Größe, also in 100% gesetzt werden. Das macht den Vorgang kontrollierbarer. Insbesondere eine Gestaltung in einem größeren Format kann zu sehr schlechten Druckergebnissen aufgrund von Fehleinschätzungen z. B. der Schriftgröße führen. Generell sollte die kleinste Schriftgröße nicht weniger als 6,5 Punkt betragen, um im Zeitungsdruck gut lesbar zu sein.

Abgetönte oder farbige Hintergründe hinter Text sollten so gewählt werden, dass der Text auch im Druck noch einen guten Kontrast bietet – nichts ist sinnloser als eine unleserliche Annonce. Farbige Hintergründe erfordern oft einen fetteren Schriftschnitt oder eine größere Schrift; insbesondere negativ gestaltete Anzeigen sollten für den Zeitungsdruck mindestens viertelfette Schrift aufweisen.
Serifenschriften sollten vermieden werden, da diese im Druck oft zulaufen. Abbildungen müssen eine ausreichende effektive Auflösung haben und den richtigen Farbraum aufweisen, um im Druck gut dargestellt zu werden.

Bilddaten für Anzeigen können verschiedene Formate haben. Etabliert in der Druckvorstufe sind insbesondere TIFF (*.tif, "Tagged Image File Format", ein Format für Pixeldaten) und EPS (*.eps, "Encapsulated PostScript", ein Format bevorzugt für Vektordaten).

Pixeldaten haben für jeden Bildpunkt bei ihrer eigenen, gegebenen Auflösung mit Position und Farbwert fest vorgegebene Werte und sind letztlich in ihrer Qualität von der Auflösung direkt abhängig (in der Druckvorstufe wird die Auflösung üblicherweise in "dots per inch" [DPI] oder korrekter in "pixels per inch" [PPI] angegeben). Eingescannte Abbildungen und Digitalkamera-Bilder sind in der Regel Pixeldaten.

Vektorgrafiken enthalten keine Daten für einzelne Pixel (Bildpunkte), sondern eine mathematische Beschreibung der Formen und Farben der einzelnen Elemente, die völlig unabhängig von der Auflösung des Ausgabegerätes (Drucker, Belichter, Monitor...) stets in gleich guter Qualität dargestellt werden können - selbst bei extremer Vergrößerung. Ein Paradebeispiel für Vektordaten sind Type1- und TrueType-Schriften. Vektordaten haben neben der Unabhängigkeit von der Auflösung noch den nicht unerheblichen Vorteil kleiner Datenmengen. Während zwar auch Pixeldaten auf sehr kleine Dateigrößen heruntergerechnet werden können, ist dies jedoch meist mit erheblichen Qualitätsverlusten behaftet.

Sollen Pixeldaten für eine Anzeige benutzt werden, ist unbedingt auf eine ausreichende Auflösung zu achten. Für Graustufen ist eine effektive Auflösung von 180 dpi für den Zeitungsdruck erforderlich, für Farbbilder in der Regel 204 dpi.
Für Magazindruck sind 300 dpi nötig, um einen Qualitätsverlust beim Drucken zu vermeiden. Für reine Strichzeichnungen sollte eine effektive Auflösung entsprechend dem Belichter gewählt werden; im Zeitungsdruck liegt diese zwischen 1016 und 1270 dpi - fragen Sie im Zweifel Ihre Druckvorstufe bzw. Druckerei.
Ist diese Auflösung mit dem benutzten Scanner nicht zu erreichen –- hier zählt die optische Auflösung – sollte die höchstmögliche Auflösung des Scanners benutzt werden.